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Derby vor großer Kulisse endet 2:2 – FC und Wiesental teilen sich die Punkte

admin 03.10.2026 4 Minuten gelesen

Was für eine Kulisse im Waldstadion! Fast 900 Zuschauer sorgten am Freitagabend für eine würdige Derby-Atmosphäre beim Duell zwischen dem FC Olympia Kirrlach und dem FV 1912 Wiesental. Der FC möchte sich ausdrücklich bei allen Zuschauern und Fans bedanken, die dieses Derby zu einem besonderen Abend gemacht haben.

Bereits vor dem Anpfiff gab es zwei besondere Ehrungen. Sebastian Deiß wurde für über 100 Pflichtspiele im Trikot des FC Olympia Kirrlach ausgezeichnet. Eine ganz besondere Ehre wurde Yannick Krämer zuteil: Für über 200 Pflichtspiele für unseren FC erhielt er das goldene Trikot. Zwei Spieler, die über viele Jahre für Einsatz, Leidenschaft und Verbundenheit mit unserem Verein stehen.

Starke erste Halbzeit unserer Jungs

Auf dem Platz knüpfte der FC zunächst an seine zuletzt immer wieder starken ersten Halbzeiten an. Unsere Jungs waren von Beginn an präsent und gingen in der 19. Minute verdient mit 1:0 in Führung. Robin Merk wurde im Strafraum vom Gästetorhüter nur durch ein Foul gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte David Veith sicher zur Führung.

In der 36. Minute legte der FC nach. Eine präzise Ecke von Yannick Krämer köpfte Marvin Kistner direkt zum 2:0 in die Maschen.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff jubelte das Waldstadion eigentlich ein drittes Mal. Dennis Burger brachte den Ball zum vermeintlichen 3:0 über die Linie, doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Eine äußerst knappe und aus FC-Sicht nur schwer nachvollziehbare Entscheidung.

Unabhängig von dieser Szene gebührt dem erst 18-jährigen Schiedsrichter ein großes Kompliment. Eine solch emotionale und hitzige Derby-Partie vor fast 900 Zuschauern in diesem jungen Alter so souverän zu leiten, verdient Anerkennung. Über weite Strecken hatte er die Begegnung hervorragend im Griff.

Die Entscheidung verpasst – Wiesental kommt zurück

Auch nach der Pause kam der FC gut aus der Kabine. In der 50. Minute bot sich die große Möglichkeit, das Spiel möglicherweise vorzuentscheiden: Luca Nagelbach bediente Jonas Rehn mustergültig im Strafraum, doch dieser scheiterte am Torhüter der Gäste.

Nur wenige Minuten später schlug Wiesental zurück. Kristian Bartolovic erzielte den 2:1-Anschlusstreffer und brachte die Gäste damit wieder ins Spiel. In der Folge übernahm Wiesental zunehmend die Initiative und war in der zweiten Halbzeit optisch überlegen.

Nach einer unübersichtlichen Situation im Kirrlacher Strafraum fiel schließlich der Ausgleich. Die FC-Defensive bekam den Ball trotz mehrerer Klärungsversuche nicht entscheidend aus der Gefahrenzone, Martin Bühler konnte den ersten Abschluss noch parieren, beim Nachschuss war jedoch auch er machtlos – Semih Yurdakul traf zum 2:2.

Die Schlussphase wurde noch einmal richtig hitzig. In der 81. Minute sah Wiesentals A. Cakar nach einem Foulspiel an Martin Bühler Gelb-Rot. Nur eine Minute später musste auch Luca Nagelbach nach seinem zweiten Foul mit Gelb-Rot vom Platz. Somit ging es auf beiden Seiten mit zehn Spielern weiter.

Und trotz der Wiesentaler Überlegenheit im zweiten Durchgang hatte der FC die große Chance auf den Lucky Punch: In der 91. Minute brachte Yannick Krämer noch einmal eine gefährliche Flanke in den Strafraum. David Veith kam zum Kopfball, verpasste den möglichen 3:2-Siegtreffer jedoch knapp.

So blieb es nach intensiven 90 Minuten bei einem leistungsgerechten 2:2-Unentschieden. Für den FC bleibt die Erkenntnis, erneut eine hervorragende erste Halbzeit gespielt zu haben. Gleichzeitig ist es ärgerlich, dass eine 2:0-Führung und die Möglichkeiten zum dritten Treffer nicht für drei Punkte gereicht haben.

Ein Derby, wie es den Amateurfußball ausmacht

Bei aller sportlichen Rivalität zeigte dieser Abend aber auch, was den Amateurfußball auszeichnet. Zwei Vereine aus einer Gemeinde, die gemeinsam in der Landesliga spielen und vor fast 900 Zuschauern ein solches Derby austragen können – das ist alles andere als selbstverständlich.

Auf dem Platz wurde um jeden Zentimeter gekämpft, daneben herrschte eine tolle Derby-Atmosphäre – und nach dem Abpfiff konnte man wieder gemeinsam zusammensitzen. Beim anschließenden Oktoberfest im Clubhaus ließen Spieler, Verantwortliche und Zuschauer den Derbyabend gemeinsam ausklingen.

Vielen Dank an alle, die diesen Abend zu einem echten Fußballfest gemacht haben. Genau dafür lieben wir den Amateurfußball! 💚🤍

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